Boom der Nachrichtenportale setzt sich fort

26.07.2010 | Berlin
Nachrichtenportale im Internet setzen ihren Höhenflug fort. Fast vier Milliarden Besuche - so genannte Visits. verzeichneten die zwanzig beliebtesten deutschen Online-Nachrichtenportale im ersten Halbjahr 2010. Das sind rund 900 Millionen oder 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Offenbar ist die Grenze für Nachrichtenportale im Internet nach oben weiterhin offen", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. "Zuverlässige Informationen sind ein begehrtes Gut im World Wide Web." Nachrichtenportale gehören dem Marktforschungsinstituts Thomson Media Control zufolge zu den lukrativsten Werbeträgern im Internet. Im ersten Halbjahr 2010 haben sie in Deutschland 214 Millionen Euro umgesetzt.

Insgesamt sind elf Webausgaben von Tages- und Wochenzeitungen in den Top20 vertreten. Sie kommen zusammen auf rund 2,57 Milliarden Visits, was einem durchschnittlichen Wachstum von 23 Prozent entspricht. Bild.de schiebt sich mit 826 Millionen Besuchen vor Spiegel Online mit 766 Millionen Besuchen auf Platz 1. Bild.de verbessert sich damit um 52 Prozent, Spiegel Online um 2,6 Prozent. Auf Platz 3 der Top 20 landet wie im Vorjahr Chip Online mit 296 Millionen Visits, was einer Steigerung von 22 Prozent entspricht. Den stärksten Zuwachs konnte n24-Online mit 545 Prozent verbuchen. Den größten Rückgang mit 23 Prozent musste dagegen PC-Welt.de hinnehmen und landet bei rund 68 Millionen Visits. Das Computerportal kommt nunmehr auf 127 Millionen Besuche.

Zur Methodik: Als Nachrichtenportale wurden Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die BITKOM-Erhebung zur Anzahl der Besuche berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen. Die Umsatzangaben von TMC beschreiben den Nettoumsatz mit grafischen Werbemitteln wie Bannern, Pop-Ups und Streaming Ads. Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoumsatz stellt den Unterschied zwischen formell ausgewiesenen und tatsächlich gezahlten Anzeigenpreisen dar.

Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.

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