"Flags of our Fathers" - Free-TV-Premiere von Clint Eastwoods Kriegsdrama über Iwo Jima im ZDF

30.03.2010 | Mainz
Rund 27 000 japanische und US-amerikanische Soldaten sind 1945 bei der Schlacht von Iwo Jima getötet worden. 17 000 Verwundete zählten allein die Amerikaner. Bei dem Kampf um die Pazifik-Insel wurde ein Helden-Mythos geboren, festgehalten in einem der wohl berühmtesten Bilder des Zweiten Weltkriegs:

Sechs amerikanische Soldaten hissen in einer Heldenpose nach der Eroberung des Eilands den Sternenbanner am Mount Suribachi. In einer Free-TV-Premiere zeigt das ZDF am Samstag, 3. April 2010, 0.00 Uhr, die Geschichte dieser historischen Aufnahme, die tatsächlich eine Fälschung war. "Flags of our Fathers" heißt der mit dem Golden Globe ausgezeichnete Kriegsfilm, bei dem Hollywood-Legende Clint Eastwood Regie führte - und in dem er zeigt, wie das US-Kriegsministerium eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs für seine Zwecke nutzte. Nach dem Buch "Flags of Our Fathers" von Ron Powers und James Bradley, dem Sohn eines Veteranen, der mit 100 000 anderen GIs im Februar 1945 den japanischen Vorposten Iwo Jima eroberte, entmystifizierte Eastwood das Kriegsgeschehen. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen, die sich ständig mischen. Immer wieder blendet der Film in die Schlacht von Iwo Jima zurück, um das Bild einer schrecklichen Realität zu vermitteln, die sich mit den anschließenden Heldenmythen nur schlecht verträgt. Die zweite Ebene schildert die Tournee der drei überlebenden Soldaten John Bradley (Ryan Philippe), Ira Hayes (Adam Beach) und Rene Gagnon (Jesse Bradford), die auf Geheiß des US-Kriegsministeriums als "Botschafter des Krieges" durch ihre Heimat reisen, um in riesigen Stadien vor Publikum immer wieder die US-Flagge auf der Kulisse des Iwo-Jima-Gipfels aufzustellen. Die so erzeugte Begeisterung für Heldenmut und Opferbereitschaft soll den so dringend benötigten Verkauf von Staatsanleihen ankurbeln, der kurz vor Ende des Krieges Geld in die leeren Kassen spülen soll. Auf der dritten Zeitebene schließlich spielt 1994 die Rahmenhandlung, in der sich Bradleys Sohn James (Tom McCarthy) nach dem Tod seines Vaters John mit dessen Kriegserfahrungen auseinandersetzt und die Geschichte des berühmten Fotos für sein späteres Buch recherchiert.

Quelle: Pressemeldung ZDF Pressestelle

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