Hessischer Fernsehpreis für Katharina Wackernagel und Herbert Knaup
In diesem Rahmen sind Katharina Wackernagel und Herbert Knaup mit dem Hessischen Fernsehpreis geehrt worden, den der Hessische Rundfunk in Kooperation mit der Hessischen Filmförderung vergibt. „Ich freue mich darüber, dass es uns am Filmstandort Rhein-Main immer wieder gelingt, für unsere Produktionen so herausragende Schauspieler wie die beiden Preisträger zu gewinnen“, sagte hr-Intendant Helmut Reitze, der die beiden Darstellerpreise überreichte.
Katharina Wackernagel erhält den Hessischen Fernsehpreis als „Beste Darstellerin“ für ihre Leistung in dem ZDF-Thriller „Mein Mörder kommt zurück“. Darin spielt sie eine junge Frau, die eine neue Identität erhielt, nachdem sie gegen ihren ehemaligen Geliebten vor Gericht ausgesagt hatte. Als dieser aus dem Gefängnis entlassen wird, sucht er sie via Internet. Die Jury hat Katharina Wackernagels Darstellung einer Frau zwischen Flucht und Verfolgungswahn überzeugt. In der Begründung heißt es, die Schauspielerin „verfügt über eine breite Palette künstlerischer Möglichkeiten, aber es sind gerade die schwierigen Rollen, in denen sie zu Höchstform aufläuft“.
Katharina Wackernagel, 1978 in Freiburg geboren und in Kassel aufgewachsen, lebt heute in Berlin. Ihre Karriere als Schauspielerin begann sie mit der Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Tanja“, für die sie auch mit dem „Goldenen Löwen“ geehrt wurde. Es folgten zahlreiche Rollen in Fernseh- und Kinofilmen, unter anderem in der ARD-Krimireihe „Bloch“ und den Spielfilmen „Die Boxerin“ und „Das Wunder von Bern“. Für ihre Rolle in „Contergan“ wurde sie mit dem „Bayerischen Fernsehpreis“ ausgezeichnet. 1999 erprobte sie sich außerdem als Regisseurin bei dem Kurzfilm „Think positive“. Dies brachte ihr den Zuschauerpreis für Regie beim Filmfest Dresden ein.
Die Auszeichnung als „Bester Darsteller“ ging an Herbert Knaup für seine Rollen in den beiden ARD-Filmen „Späte Aussicht“ und „Der große Tom“, die der hr für das Erste produziert hat. In „Späte Aussicht“ verkörpert Herbert Knaup einen Firmenchef, der seine Tochter dazu bringen möchte, ihre Ausbildung abzuschließen und deshalb selbst als Hilfspfleger in einem Altenheim anheuert. Die Jury empfand es als „schlichtweg beeindruckend“ wie Herbert Knaup zeigte, wie die Wochen im Altenheim das Leben des Managers von Grund auf verändern. Herbert Knaup benötige aber keine Hauptrolle, um in einem Film Akzente zu setzen. In „Der große Tom“ beweise der Schauspieler, „wie wandlungsfähig er ist und wie intensiv und genau er selbst die kleinste Rolle spielt“.
Der 1956 in Sonthofen geborene Herbert Knaup studierte Schauspiel in München. Ab 1978 hatte er viele Theaterengagements, darunter Heidelberg, Basel und Wien, und wirkte bald auch in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit. Bekannt wurde er 1988 durch seine Rolle in „Wallers letzter Gang“, später war er in Filmen wie „Elementarteilchen“, „Das Leben der Anderen“ sowie in der Politserie „Das Kanzleramt“ zu sehen. Für seine Rolle in dem Kinothriller „Der Sieger“ wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt, den Deutschen Filmpreis als „Bester Nebendarsteller“ erhielt er für seine Rolle als cholerischer Vater in „Lola rennt“. Die Goldene Kamera als „Bester Schauspieler“ wurde ihm 2005 zugesprochen.
Das hr-Fernsehen zeigt direkt im Anschluss an die Fernseh-Gala um 22 Uhr eine 90-minütige Aufzeichnung der Preisverleihung.
In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober strahlt das hr-Fernsehen zusätzlich „Eine Nacht für ... die Filmförderung“ aus. Darin werden vier Spielfilme vorgestellt, die mit Mitteln der Hessischen Filmförderung unterstützt wurden. Von Mitternacht an laufen nacheinander „Kiss and run“, „Madrid“, „Bungalow“ und „Brudermord“. Am Tag darauf ist außerdem um 0.15 Uhr der Dokumentarfilm „Self-Made Paradise“ im Programm, in dem fünf finnische Künstler porträtiert werden.
Quelle: Pressemeldung Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
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