Schüler erleben Sport völlig neu - zeitgleich zur Rollstuhlbasketball-WM 2010

24.06.2010 | Bonn
Am 7. Juli 2010 starten die Weltmeisterschaften im Rollstuhlbasketball, die bis 17. Juli im britischen Birmingham stattfinden. Mit dabei ist auch die deutsche Damen-Nationalmannschaft. Welche Anforderungen diese schnelle Sportart mit Rollstuhl und Basketball an die Athleten stellt, können Schülerinnen und Schüler zeitgleich an weiterführenden Schulen in Deutschland selbst erleben.

Im Rahmen des Schulprojekts "Neue Sporterfahrung" der Deutschen Telekom werden an jährlich rund 150 weiterführenden Schulen die Sportarten Rollstuhlbasketball und Goalball unterrichtet. Das Förderprojekt tourt noch bis zum 28. Juli durch insgesamt 70 Schulen in Baden-Württemberg. Nach den Sommerferien kommt die "Neue Sporterfahrung" nach Niedersachsen, Hamburg und Bremen.

Zum WM-Auftakt der Rollstuhlbasketballer am 7. Juli werden die Schülerinnen und Schüler der Insel-Hauptschule Pforzheim ihr erstes Spiel absolvieren. Zuvor haben seit Oktober 2009 bereits rund 20.000 Jugendliche an bisher 50 Schulen in Baden-Württemberg und 70 Schulen in Nordrhein-Westfalen mit Begeisterung und großem Engagement erste Erfahrungen im Rollstuhlbasketball und Goalball gemacht. Im Rahmen eines Projekttags werden die beiden paralympischen Disziplinen in den Sportunterricht integriert. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, wie koordinativ anspruchsvoll die Beherrschung eines Rollstuhls mit Ball und wie ungewohnt eine Orientierung ohne Sehvermögen ist.

Mit diesem langfristig angelegten Förderprojekt kombiniert die Deutsche Telekom ihr Engagement im Behinderten- und Schulsport. "Die Erfahrungen sollen jungen Menschen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen geben und soziale Kompetenzen wie Fairness, Respekt und Toleranz stärken", sagt Stephan Althoff, Leiter Corporate Sponsoring der Deutschen Telekom. "Der Sport mit seinen verbindenden und integrierenden Kräften sowie seiner gesundheitsfördernden Bedeutung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Wir möchten unserer unternehmerischen und sozialen Verantwortung nachkommen und werden unser Engagement gerade auch im Breiten- und Schulsport weiter ausbauen."

Schulsport auf außergewöhnliche Art

Das Projekt "Neue Sporterfahrung" führt die Deutsche Telekom bundesweit in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband durch. "Rollstuhlbasketball und Goalball sind beispielhafte Sportarten, die Spaß machen, junge Menschen über den Sport für besondere Lebenssituationen sensibilisieren und das gegenseitige Verständnis bei der gemeinsamen sportlichen Betätigung in den Mittelpunkt rücken", verdeutlichte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands. "Genau diese Brücken machen Förderprojekte wie die "Neue Sporterfahrung" der Deutschen Telekom so wertvoll für unsere Gesellschaft."

Unter Anleitung erfahrener Übungsleiter lernen nicht behinderte Jugendliche den Umgang mit dem Rollstuhl und werden auf das schnelle und athletische Spiel mit Rollstuhl und Basketball vorbereitet. Den Abschluss bildet ein Rollstuhlbasketballspiel. Ulf Mehrens, Vorsitzender des Deutschen RollstuhlSportverbandes: "Gerade technisch anspruchsvolle Sportarten wie Rollstuhlbasketball werden in der Öffentlichkeit oft unterschätzt. Solch ein Projekttag mit außergewöhnlichen Sportarten ist eine wertvolle Erfahrung für junge Menschen." In den Schulen ist überwiegend ein Mitglied der Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften vor Ort und steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.

Um ein völlig neues Erleben von Sport geht es auch bei der paralympischen Disziplin Goalball. Das Spiel wurde ursprünglich für Sehbehinderte entwickelt. Ziel ist es, rein über Gehör und Tastsinn einen mit einer Klingelkugel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu befördern und das eigene Gehäuse zu verteidigen. Unter der Anleitung von erfahrenen Übungsleitern im Goalball machen die Schüler mit verbundenen Augen die Erfahrung, wie schwer Orientierung und sportliche Aktivität ohne Sehkraft zu koordinieren sind.

Quelle: Pressemeldung Telekom AG

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