Team-Europameisterschaften ohne Medaillen

12.07.2010 | Wiesbaden
Die deutschen Nationalteams der Herren, Damen, Jungen und Mädchen haben bei den Mannschafts-Europameisterschaften vom 6. bis zum 10. Juli 2010 die Podestplätze verpasst. Am besten schnitten die Damen, die als Titelverteidigerinnen ins Rennen gegangen waren, mit dem vierten Rang im spanischen La Manga ab.

Die Herren belegten Platz sieben in Schweden, die Mädchen landeten in Dänemark auf Rang 11, die Jungen beendeten ihr Turnier in der Türkei als 13.

Nach der zweitägigen Zählspielqualifikation hatten die Damen von DGV-Nationaltrainer Marcus Neumann mit einem fünften Platz den ersten Flight souverän erreicht und behielten die Chance, um die Titelverteidigung zu spielen. Als erster Gegner trafen sie im Viertelfinale auf das dänische Team, das sie nach zwei Vierern und fünf Einzelpartien deutlich mit 5 zu 2 Punkten schlagen konnten. Im Halbfinale wartete Weltmeister Schweden. Es war von Anfang an klar, dass diese Begegnung ein hartes Match werden würde. Schon in den Vierern zeichnete sich das hohe Niveau auf der Runde ab, beide Punkte gingen an die Skandinavierinnen. Lediglich Thea Hoffmeister erspielte einen Matchpoint im Einzel, Pia Halbig teilte ihre Partie. Somit war der Traum vom Finale mit 1,5 zu 5,5 Punkten vorbei. Nun blieb noch das Spiel um Platz drei. Gegner Schottland hatte bisher eine starke Leistung gezeigt und war nur knapp gegen Spanien im Halbfinale gescheitert. Das deutsche Team war relativ schnell in der Defensive. Mit einem 0:2-Rückstand aus den Vierern musste es für die Bronzemedaille vier der fünf Einzelpartien gewinnen. Letztendlich fehlte ein Punkt für den dritten Platz. Den Spielerinnen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, doch mit einer Platzierung in den Top 4 konnte sich das deutsch Team mit Thea Hoffmeister (G&CC Seddiner See), Pia Halbig (GC Hanau-Wilhelmsbad), Stephanie Kirchmayr (GC Am Reichswald), Lara Katzy (G&LC Berlin-Wannsee), Nina Holleder (GC Gross Kienietz) und Valérie Sternebeck (GC Rheinhessen) in der starken Konkurrenz behaupten. Sie ließen Golfnationen wie England und Frankreich hinter sich. Schweden und Spanien lieferten sich ein heißes Finale und gingen sogar in die Verlängerung. Schweden setzte sich dabei eindrucksvoll gegen die Gastgeberinnen durch.

Die Mannschaft der deutschen Herren qualifizierte sich bei der Team-Europameisterschaft im schwedischen Akersberga als Siebte und erreichte ebenfalls den ersten Flight. Aber schon nach dem Viertelfinale gegen Italien verflog die Hoffnung auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. Die Italiener stellte sich als Spätzünder heraus: beide Viererpunkte gingen an Deutschland, eine solch klare Führung wird selten abgegeben. Aber am Nachmittag drehten die Azzurri auf, gewannen souverän vier Einzelpartien und zogen damit ins Halbfinale ein. Für Deutschland ging es dann gegen Finnland. Um ein enges Match für sich zu entscheiden, braucht man in der Regel starke Nerven und auch eine Portion Glück. Von beidem hatte das Team Finnland am Freitag etwas mehr als die Deutschen und entschied deshalb das Aufeinandertreffen knapp mit 3 zu 2 für sich. Enttäuscht zogen Sean Einhaus (GC St. Leon-Rot), Max Kieffer (GC Hubbelrath), Alexander Knappe (GC Paderborner Land), Benedict Staben (GC Hamburg-Hittfeld), Alexis Szappanos de Varad (GC St. Leon-Rot) und Philipp Westermann vom Hamburger GC in das letzte Match gegen Wales. Hier spielte die Mannschaft von DGV-Nationaltrainer Uli Zilg das deutlich bessere Golf, siegte souverän mit 4 zu 1 und beendeten die Europameisterschaft auf Rang sieben. Gold ging an England vor Gastgeber Schweden und Italien.

Sowohl das Jungen- als auch das Mädchenteam des DGV kamen in der Qualifikation nicht über den zweiten Flight hinaus. Im Aalborg GC in Dänemark erreichten die Mädchen bis 18 Jahre wie im Vorjahr den elften Rang. Im türkischen Klassis G&CC nahe Istanbul belegten die deutschen Jungen Rang 13.

Quelle: Pressemeldung Deutscher Golf Verband e.V.

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