Das Komplexurteil des Landgerichts Konstanz besagt, dass Online-Glücksspielverträge ohne deutsche Genehmigung rechtlich unwirksam sind. In einem Musterverfahren erstritt CLLB Rechtsanwälte für ihren Mandanten die Rückerstattung von rund 16.600 Euro verlorener Einsätze. Begründet wird die Entscheidung mit der fehlenden deutschen Lizenz der TSG Interactive Gaming Europe Ltd. Das Gericht greift die Argumentation von EuGH-Generalanwalt Emiliou auf und bietet deutschen Spielern damit neue Rückforderungswege.
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CLLB Rechtsanwälte rät Pokerfans zur Rückforderung verbotener Einsätze dringend
Ein Mandant der Kanzlei CLLB beteiligte sich zwischen Juli 2015 und Oktober 2022 auf pokerstars.eu an Online-Casinospielen, Pokerpartien im Internet und Sportwetten. Dabei verlor er insgesamt rund 16.600 Euro. Das Landgericht Konstanz befand am 21. April 2026, dass sämtliche abgeschlossenen Verträge mit der nicht in Deutschland lizenzierten TSG Interactive Gaming Europe Ltd rechtlich nichtig seien. Das Gericht verurteilte die Beklagte zur vollständigen Erstattung aller vom Kläger eingezahlten Beträge.
Maltesische Sonderregelung ohne deutsche Genehmigung im Inland nichtig erklärt
Gemäß dem Urteil des Landgerichts Konstanz gelten die von TSG Interactive Gaming Europe Ltd aus Malta betriebenen Glücksspielplattformen in Deutschland als nichtig, wenn sie keine deutsche Lizenz besitzen. EuGH-Generalanwalt Emiliou stellte zwei Tage später fest, dass die maltesische Sonderregelung Bill 55 unzulässig sei, da sie mit EU-Recht kollidiere. Würde der Europäische Gerichtshof dieser Auffassung beipflichten, müssten deutsche Gerichtsentscheidungen in Malta anerkannt und vollstreckt werden, was die Harmonisierung des Rechtsrahmens verbessern würde.
Konzern TSG Interactive agiert ohne deutsche Lizenz in Deutschland
Bis zum Stichtag 1. Juli 2021 war das Anbieten von Online-Glückspielen wie Casino, Poker und Sportwetten in Deutschland verboten. Mit der teilweisen Marktöffnung wurde eine deutsche Lizenzpflicht eingeführt, die ausländische Betreiber ohne nationale Genehmigung ausschließt. Das Landgericht Konstanz entschied, dass auch nach der Regulierung keine Ausnahmeregel für nicht lizenzierte Plattformen gilt. Diese Entscheidung folgt dem EuGH-Urteil vom 16. April 2026, das das nationale Verbot als mit der EU-Dienstleistungsfreiheit vereinbar ansieht.
Rückzahlungsanspruch besteht bei illegalen Einsätzen trotz Unwissenheit des Spielers
Im Prozess schilderte der Spieler, er habe die deutschen Bestimmungen zur Glücksspiellizenzierung nicht gekannt und sei daher unbedarft eingetreten. Die Kammer hielt diese Unkenntnis für unbeachtlich und verwies auf die fehlende Erlaubnis des Anbieters. Da ohne Lizenz keine gültigen Verträge zustande kommen, seien sämtliche Zahlungen rechtlich erstattungspflichtig. Der Anspruch auf Rückerstattung leitet sich unmittelbar aus der Nichtigkeit der konkreten Vertragsabschlüsse ab und bleibt unberührt von seiner Annahme der Rechtslage.
Gerichtsurteil bestätigt: Spieler können jetzt verlorene Einsätze vollständig zurückerhalten
Rechtsanwalt Thomas Sittner von CLLB Rechtsanwälte macht unmissverständlich klar, dass das Landgericht Konstanz mit seinem jüngsten Urteil und darauffolgenden Entscheidungen deutschen Nutzern von Online-Glücksspielen Rechtssicherheit bietet. Verluste aus nicht lizenzpflichtgerechten Spielen gelten als rechtlich ungültig und können vielfach rückerstattet werden. Insbesondere Pokerinteressierte profitieren von der eindeutigen deutschen Regulierung der Lizenzanforderungen und haben nun die Möglichkeit, gegen maltesische Plattformen ihre Einlagen juristisch erstreiten zu lassen. Fachlich sorgfältig effizient prozessual vertritt sorgsam.
In seinem Urteil stellte das Landgericht Konstanz fest, dass ohne deutsche Konzession geschlossene Online-Glücksspielverträge rechtlich nicht existieren. Aufgrund dieser Feststellung können Spieler sämtliche Einsätze, die sie bei nicht lizenzierten Anbietern verloren haben, vollständig zurückverlangen. Vor allem Mitglieder der Poker-Community profitieren von dieser Klarstellung und können gezielt Forderungen gegen Betreiber stellen. Darüber hinaus weist das Urteil ausländische Glücksspielunternehmen an, nur mit einer gültigen deutschen Lizenz zu operieren. konsequent.

