Während der DDR unterlag der Karneval strengen politischen Kontrollen und ideologischen Vorgaben, die kreative Umgehung erforderte. Chat-Büttenreden kamen in überarbeiteter Form auf die Bühne, Festwagen mussten unverdächtige Themen behandeln, dennoch fanden subversive Botschaften stets ihren Weg. Nach der Wende blieben Vereine in Orten wie Wasungen verankert und erweiterten ihre Traditionen. Heute tragen Laienbräuche, Maskengestaltung und dorftypisches Zampern zur regionalen Kultur bei. Die Bewerbung als immaterielles Kulturerbe soll diesen Innovationsgeist auszeichnen.